Angereist aus Wuppertal waren wir (Fachschaft M&N, FS-Abt. Physik) zu viert und wie versprochen nahmen wir den Sonnenschein mit nach Göttingen. Sonne satt, mit viel Wind. Hört man Göttingen, denkt wohl jeder gleich an Universitätsstadt mit zahlreichen Größen aus allen wissenschaftlichen Bereichen. Carl Friedrich Gauß, Max Born, David Hilbert, Hermann Minkowski, …
… Die Liste ist ziemlich lang, soviel sei gesagt. Die Uni wurde vor 275 Jahren gegründet und zur Zeit lernen dort 25 000 Studies. Das war’s auch schon, Punkt „.“
Wer uns nicht glaubt, wir wurden auch eines besseren belehrt. Als wir donnerstags abends ankamen bemerkten wir: Dat is ziemlich flach hier. Ja, „flach“ trifft es wohl gut, nicht nur in geographischer Hinsicht. Ein Blick über die Schulter ist für Fußgänger permanent wichtig, um nicht in ein vorbeikommendes Fahrrad zu laufen, von denen es mehr als genug gibt. Bei der für Donnerstag Abend geplanten Kneipentour rettete uns das „Irish Pub“, in das wir, weil wir ja zu spät ankamen, durch den Tipp einer auf unserem Weg zur Altstadt am Bürgersteig stehenden Fahrradfahrerin hingewiesen wurden. (Dieser jungen Frau gilt mein ganz besonderer Dank! – Und Küsschen) Was soll ich sagen, alle anderen ZaPF-Teilnehmer wurden von A nach B geschickt und als die ersten von Ihnen zum Irish Pub kamen, saßen wir schon drinnen am Tisch in fröhlicher Runde, alles brechend voll und jene mussten wegen Überfüllung draußen bleiben. „Du kommst hier nich rein!“. Wir hatten also richtig Spaß, aber dazu noch später. Kaum im Pub angekommen stellten wir fest: Guck ma, dat sind ja nur Snobs und ich hab noch keinen Lachen sehn! Dies blieb auch den ganzen weiteren Abend so. Nun, die einzigen, die Spaß hatten waren die Wuppertaler. Bekritzelte Postkarten und Bierdeckel zeugen davon. (Nur für Fachschaftler einsehbar!) à Es hat auch viele Vorteile sich aktiv an der Fachschaft zu beteiligen. ;o) Der absolute Kernsatz zur ZaPF in Göttingen sei hier genannt: Zitat von Jacob: „Schau ma, dat sind allet die Leut, die allein auf ihrer Isomatte sitzen und sich fragen: „warum haben die Wuppertaler so viel Spaß und ich nicht?“ .“ (schallendes Gelächter, nur so nebenbei angemerkt.) Doch weiter im Text. Als wir am Freitag natürlich jedem ZaPF-Teilnehmer brühwarm erzählten wie geil dat im Irish Pub war, wir zwar früh zu Bett gingen, jedoch voll auf unsere Kosten gekommen waren, ernteten wir die ersten neidvollen Blicke. Was soll’s wir können auch nichts dafür, dass wir nicht so doof wie manch andere waren. Tags darauf hatten Dominic und Jacob aus unserer Gruppe jeweils einen Platz für die Exkursion zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ergattert und auch fleißig Bilder gemacht, jedoch für ihre wohlwollenden Dienste dort nicht einmal Wasser und Brot erhalten. Währenddessen zogen Franzi und ich los auf eigene Erkundungstour durch die Stadt zum Kiessee (Baggertümpel trifft’s besser) nahe dem Stadion. Samstag stand eine Stadtführung an, bei welcher wir Wuppertaler wiederum wegen des Tipps von besagter junger Fahrradfahrerin (siehe oben) auf eigene Faust loszogen und gleich im Café „ZAK“ vorstellig wurden. Hätte Jacob nicht seinen Ausweis (mit 2 Mini-Supermagneten am Hosenbein befestigtes Busfahrt-ZaPF-Ticket) verloren, könnten wir auch über einige AK’s berichten. So bleibt uns wenigsten der Vortrag eines Professors, der in nächster Zeit wohl mit dem Nobelpreis bedacht werden wird.
Sonst gab es, mal abgesehen von dem Krankenhaus-Hubschrauber, welcher rund um die Uhr unterwegs war und nach einem Tag schon mega-lagweilig wurde, wirklich nichts Sehenswertes in Göttingen. Die Tragweite des Nebensatzes der jungen Fahrradfahrerin, sie gehe höchstens mittwochs am Abend aus -alle paar Wochen – und auch nur in eine bestimmte Lokalität, wurde uns nach zwei Tagen bewusst. Logisch hier is nix, kein Wunder dat hier so viele „Größen“ entstanden, man muß sich ja irgendwie von der Hässlichkeit Göttingens ablenken, wenn man keinen Spaß hat und allein auf der Isomatte sitzt. Sonntag stand das allseits gefürchtete Abschlussplenum an und es sind dabei nicht von ungefähr auch 7 (in Worten: SIEBEN, zurecht gleichnamig des Thrillers mit Brad Pitt) Stunden eingeplant und voll ausgenutzt worden. Es gibt eben sehr viele Schleimscheisser, die auf der ZaPF dann endlich zu allem ihren Senf dazu geben dürfen und meinen „wichtig“ zu sein, weil diese ja ansonsten niemanden zum Reden haben, allein auf ihrer Isomatte sitzen und keinen Spaß haben… Ich nenne diese Leute „Haiopeiß“, weil sie wie Haie im Rausch wild um sich „schwafeln“ und weil sich sch… darauf reimt was rauskommt. Letztendlich kamen wir Wuppertaler zu dem Résumé, dass, seitdem wir jetzt Göttingen kennen, Wuppertal schön ist und ein Endlager für Kernbrennstäbe usw. nur in Göttingen Sinn macht und auch von unseren Kernkraftgegnern dort befürwortet und als notwendige Wichtigkeit erachtet wird. Es bleibt noch zu erwähnen, dass wir an unserem ersten Abend in Göttingen einen Bayer aus München, genannt „Deifi“ wegen seines Nachnamens, in dem das Wort Teufel… vorkommt, beim Ausklang unseres lustigen Abends kennengelernt hatten. Ein lustiger Geselle wie wir 4! Dort in München wird auch die nächste Winter-ZaPF stattfinden, bei der es wie vom Deifi mitgeteilt ein Wettrutschen im stillgelegten Reaktor geben wird. Ob dies wegen der dortigen Reststrahlungswärme gemacht werden soll ist bisher nicht bekannt, aber eines ist sicher: In München wird dat ‘ne heiße Winter-ZaPF! Dat garantiert wie immer eure … Fachschaftsabteilung Physik, mit Spaß im Auftrag. Werner Zink Post Scriptum: Falls Ihr als Studi auch mal was außergewöhnlich Tolles erleben wollt, meldet Euch einfach bei uns.
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